Von allen Terrapenearten ist T.carolina carolina im Aussehen, Panzerform, Färbung und Größe die am variabelste Art. Einige adulte Tiere sind buntgefärbte Schönheiten, mit gelb-orangen oder roten Rückenpanzermuster, andere sind mehr oder weniger schlicht gefärbt, sogar ohne Muster in unterschiedlichen Brauntönen, bis hin zu Schwarz.

Jedes Tier ist ein Unikat. Selbst Gelegegeschwister können sehr unterschiedlich aussehen. 

Beliebt sind die bunt gefärbten Terrapene.


 


Terrapene carolina carolina gehört zu den nordamerikanischen Arten, deren Verbreitung über den Osten und die Mitte der USA bis in den Südwesten reicht. Diese Schildkrötenart lebt in feuchten Biotopen wie Wiesen, Schwemmland oder feuchte Wälder in Gewässernähe. Sie halten Winterstarre in der kalten Jahreszeit.

 

Bevor ich mich im Jahr 2000 für die Terrapene-Haltung entschied, recherchierte ich ausgiebig über die Haltungsbedingungen. Damals gab es nur sehr wenige Haltungsberichte. Die Meinungen der Haltungstemperaturen waren unterschiedlich. Es wurden Terrapene c. carolina im Terrarium oder Gewächshaus gehalten. Im Freilandgehege mit oder ohne heizbares Frühbeet oder Gewächshaus. Es gab Aussagen, diese Schildkrötenart kommt in Nordamerika bis fast Canada vor, deshalb sei eine zusätzliche Wärmemöglichkeit nicht nötig.

 

Das Verbreitungsgebiet von Terrapene carolina carolina ist groß. Klimadaten erhielt ich damals in der Bücherei in Klimaatlanten. Zwischen dem südlisten und nördlichsten Verbreitungsgebiet gibt es große Temperaturunterschiede.

Unser norddeutsches Klima in Bremer Umgebung ist unbeständig, mit Temperaturen die nicht dem Nordamerikanischem Klima entsprechen. Vor allem im Frühjahr und Herbst haben wir deutlich weniger Sonnenstunden und es ist allgemein kühler als in Nordamerika.

 

Ich kannte den Ursprungsort der Elterntiere nicht. So entschied ich mich für eine Haltungstemperatur ohne Risiko, um die Tiere nicht zu gefährden.

 

Wenn man die Temperaturen im Herkunftsgebiet mit unserem deutschen Klima vergleicht, wird klar, dass eine Freilandhaltung ohne zusätzliche Aufwärmmöglichkeit vor allem im Frühjahr und Herbst den Tieren nicht gerecht wird.